Existenzgründerdarlehen

Kredite | 23.04.2010

Ein Unternehmen soll gegründet werden, aber es fehlt das nötige Kleingeld. Für solche Fälle gibt es das Existenzgründerdarlehen. Ein sogenanntes Fördergeld.

Da man dieses Darlehen aber nicht so einfach bei seiner Bank bekommt gibt es verschiedene Möglichkeiten, die man in Anspruch nehmen kann.

Da wären einmal die Fördermittel von z.B. Bund und Land, oder der KfW-Mittelstandsbank. Wobei, bei letzterem, der Beliebtheitsgrad am höchsten liegt, da sie Förderungen über die Hausbank beantragt und vergibt und verschiedene Förderprogramme betreibt.

Um einen Überblick über die Höhe des benötigten Darlehens zu bekommen, sollte man wissen, wofür dieses Geld überhaupt ausgegeben darf.

Zum einen wären da alle Anschaffungs- und Herstellungskosten, damit der Betrieb Gewinn bringt. Zum anderen muss man wissen, es dürfen keine laufenden Kosten mit dem Darlehensgeld beglichen werden.

Doch bevor man auch nur einen Gedanken an ein Existenzgründerdarlehen verliert, sollte ein Konzept, ein sogenannter Businessplan, vorliegen. Er sollte so ausgearbeitet sein, das alle Eventualitäten wie Einnahmen, Ausgaben, Lage und Standort des Unternehmens, eventuelle Mitarbeiter, die auf dem Markt herrschende Konkurrenz, wie neuartig ist die Geschäftsidee, wie wird das Unternehmen organisiert, übersichtlich, konkret, stichhaltig, sofort erkennbar und natürlich überzeugend aufgeführt sind.

Hinzu kommt noch, das man sich schon im Vorfeld mit einem Steuerberater zusammen setzt. Er kann einem beim Ausarbeiten eines Konzepts helfen, oder man nimmt die Hilfe der KfW an, die Beratung und Coaching anbietet.

Gerne sehen es Kreditinstitute, wenn man schon fachliche Kompetenz vorlegen und den Nachweis erbringen kann, das man sich um Formalitäten wie Krankenkasse oder andere benötigte Verwaltungsvorgänge schon länger bekümmert hat.

Da es sich bei Existenzgründerdarlehen fast nie um eine 100%-Finanzierung handelt, sehen es die meisten Banken gerne, wenn Eigenkapital vorhanden ist und keine Schulden vorhanden sind.

Die Existenzgründerdarlehen der KfW begleichen bei einer eventuellen Insolvenz zuerst die anderen Kredite, bevor dieser Kredit zurückgezahlt wird. Man nennt diese auch Nachrangdarlehen.

Die meisten Programme zur Förderung einer Existenz sind für eine Investition ab 25.000 Euro gedacht. Daher bieten mittlerweilen die meisten Bundesländer sogenannte Existenzgründerinnenförderungen schon ab 5.000 Euro an. Die KfW-Bank bietet ein Mikro-Darlehen in Höhe von 25.000 Euro an. Dieses Darlehen wird auch ohne Eigenkapitalbeteiligung ohne besondere Sicherheiten ausgezahlt, sondern darf auch für laufende anfallende Ausgaben genutzt werden.

Vorteile eines Existenzgründungskredits

  • bessere Möglichkeit zur Geschäftsverwirklichung
  • Entlastung durch weniger finanziellen Aufwand
  • als Ergänzung zu Fördermittel nutzbar
  • niedrige Zinssätze bei langer Laufzeit

Nachteile eines Existenzgründungskredits

  • Beginn des Unternehmens bereits mit Schulden
  • oft einen Kredit zu schlechteren Konditionen, da nur wenige Institute Kredite bewilligen
  • Schuld- oder sachenrechtliche Kreditsicherheiten werden verlang
  • Senkung der Bonität
  • oftmals keine weitere Finanzierung rentabel
  • es muss meistens Eigenkapital vorhanden sein
  • Zinsen richten sich nach Bonität, Schufa-Daten und Eigenkapital
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